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Bhodi
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29.01.2008 15:07

Cu Chulainn



Grafik Jim Fitzpatrick


Cú Chulainn ist seit seiner Geburt als wundersam herausragender Streiter überliefert. Sein Geburtsname ist eigentlich Finchem, aber aufgrund eines frühen Abenteuers, in dem er den Hund Chulainns erschlägt (altir.: Hund = Cú) und von da an eine zeitlang dessen Aufgaben übernehmen muß, wird er Cú Chulainn genannt, was so viel bedeutet, wie der Hund Chulainns.
Aber schon als Kind machte er von sich Reden, als er nämlich zum Königshofe Ulsters, Emain Macha, kommt und dort mit den 150 Kindern spielen will, beachtet er unwissender Weise die Etikette nicht, sich vorher unter ihren Schutz zu stellen. Es kommt zum Kampf zwischen ihm und den Kindern in dem er 50 von ihnen tötet und sie sich nun umgekehrter Weise unter seinen Schutz stellen.
Fergus Mac Róich ist einer seiner Ziehväter in Emain Macha.
In den Erzählungen, die die Táin umgeben, wird er weiterhin zum Helden ausgebaut bis er dann als, größter Held der Provinz Ulster, diese gegen das Invasionsheer der Medb alleine verteidigen muß da alle Männer Ulsters an der Kindbettschwäche leiden. Cú Chulainn, gerade 17 Jahre alt, dem noch kein Bart wächst, also ist er auch noch kein Mann nach keltischem Verständnis, ist als einziger in der Lage dem feindlichen Heer Widerstand zu leisten.
Am ersten Tag des Angriffs läßt Cú Chulainn dem gegnerischen Heer mitteilen, dass es mit dem Angriff bitte noch einen Tag warten solle, da er einem Weibe versprochen habe sich zu ihr zulegen. Ohne die Antwort abzuwarten, bricht er zu eben jenem Weibe auf. Das Heer der Medb rückt, trotz Fergus Mac Róichs besserem Ratschlag, weiter gegen Ulster vor. Als Cú Chulainn diese Mitteilung am nächsten Morgen überbracht wird, ist er sehr erzürnt und eilt dem gegnerischen Heer entgegen. Als er es endlich erreicht hat beschießt er es unentwegt, von seinem Streitwagen aus, mit seiner Schleuder und tötet so täglich bis zu 300 Männer.
Ailill & Medb sind sehr besorgt das Cú Chulainn ihr gesamtes Heer vernichten könnte. Ailill und er schließen das Abkommen, daß Cú Chulainn nicht mehr das Heer angreife, solange Ailill ihm jeden Tag einen Helden der vier anderen Provinzen zum Zweikampf schicken möge.
Cú Chulainn gewinnt jeden Zweikampf. Im letzten Zweikampf tötet er seinen alten Freund & Waffengefährten Ferdiad mac Daman, der durch eine List Medbs gegen ihn aufgebracht worden war, und wird dabei selbst schwer verletzt, so das er an der nachfolgenden großen Schlacht, die Ulsterleute sind mittlerweile wieder genesen, nicht teilnehmen kann.
Als Conchobar, der König Ulsters, durch Fergus bedroht ist, greift Cú Chulainn doch noch einmal ein und zwingt diesen aufgrund eines alten Abkommens zum Rückzug.
Als die Männer aus Medbs Heer sehen, dass Fergus und seine Mannen sich zurückziehen, fliehen sie alle zurück nach Connacht und die Ulsterleute haben gesiegt. Cú Chulainn, als ganzer Held, begleitet die Reste der feindlichen Armee sicher bis zur Grenze.
Er stirbt dann ein paar Jahre später, weil er seine beiden geis (eine absolute Verpflichtung, deren Nichteinhaltung den Verlust der Ehre oder den Tod bedeutet.), er durfte keine Hundefleisch essen und keine Einladung zum Essen ablehnen, gebrochen hatte. Drei Töchter eines von ihm Getöteten laden ihn ein Hundefleisch zu essen, Cú Chulainn, der weiß, das das seinen Tod bedeutet, nimmt an.
Im nachfolgenden Kampf wird er tödlich verwundet, um sich gegenüber seinen Gegner keine Blöße zu geben, bindet er sich mit seinem Gürtel an einem Baum fest, um wenigstens aufrecht stehend zu sterben.


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29.01.2008 14:52

Die Geschichte von Tuan



Grafik von Jim Fitzpatrick


Ich bin Tuan
bin Legende
bin Erinnerung, die Mythos ward.

Mein ist die Stimme, welche die Geschichte erzählt.
Niemals wird sie wahr erzählt, es sei denn von mir.
Denn nur ich konnte die Worte aus den geheimen Tiefen
meines Herzens und meiner Seele erheben.

Dies ist meine Geschichte.

Geboren als Kind des goldenen Zeitalters,
sprach ich zuerst in den unschuldigen Worten der Menschen,
doch um hinter alle Geheimnisse der Zeiten zu schauen,
lauschte ich dem Flüstern uralter Zünfte.

Ich lebte mein Leben in vieler Gestalt,
war Mensch und Tier, Himmer und Meer,
ich starb und wurde noch öfter gebor'n,
als ich mich warhhaftig erinner kann.

Ich war Zeuge von Dingen, die sich die Weisesten
nie hätten träumen lassen,
ich habe meinen Fuß dort gesetzt,
wo die Träume der Menschen schon lange endeten.

Ich lebte durch das finstere Erdenalter,
als die Barbarei finstere Schatten warfen,
goldene Städte taumelten unter wilder See,
und schlafende Bestien kamen aus der Tiefe.

Und alle braven Menschen gingen unter,
und das Böse änderte den hellen Tag
in unendliche Nacht. Die Kinder der Erde,
verloren in Finsternis, bedroht vom Tod.

Ich, Tuan, der ich einst war König,
verbarg mich in der Maske vieler Tiere
und versperrte die Sprache der Menschen
in der Festung meines Herzens.

Ich bin Tuan,
Ich bin Legende,
bin Wächter des Mutes und aller Träume.
Viele haben meine Geschichte erzählt, doch
nur ich bin der Bewahrer dieser Berichte:

Die Sage der ersten Schlacht von Moy Tura
und die Entdeckung der Tuatha Dé Danann.


Text: Jim Fitzpatrick


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05.01.2008 15:02

Die Seele ist im Blut und im Atem.
Ich trinke Dein Blut,
küsse Dich mit heissem Atem.
Unsere Seelen vermischen sich
und werden zu einem zarten Band.

Hier in meinem Schrein bist Du sicher.




Grafik Jim Fitzpatrick
Text Bhodi







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